The most wonderful time of the year. Started right now!

Gestern habe ich mal so ein kleines bisschen angefangen, die schönste Zeit des Jahres einzuläuten.
In einer Woche haben wir ja den ersten Advent. Für mich ist das die perfekte Zeit das Haus zu schmücken. Nicht zu früh (wie die Supermärkte im September) aber auch nicht zu spät, wie Samstag abend vor dem ersten Advent – da hat man nämlich keinen Puffer für eventuelle Zwischenfälle – und die kommen bei mir eigentlich immer.
Also bin ich gestern schon mal auf den Dachboden, habe meine Weihnachtsdeko zusammengesucht und geschaut was dieses Jahr zu meinen neuen Einzelstücken passt. Probiere ein bisschen rum, stelle hier hin und dahin, räume die Hälfte wieder weg und bin am Ende doch ganz zufrieden mit meinem Werk.

Mein Lieblingsteil dieses Jahr: mein selbstgemachter Adventskalender. Ok, ich muss zugeben, mit dem zusammenschrauben der Bretter hat mein Göttergatte mir geholfen, den Rest habe ich wirklich selbstgemacht.


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Here comes the recipe…. äh. die Anleitung.

Man nehme ein paar Bretter aus dem Baumarkt mit, ohne sie zu bezahlen. Ach, die Story hab ich euch noch garnicht richtig erzählt… von vorne.

Letze Woche war ich in mehreren Bamärkten auf der Suche nach Holzdielen, die ich für unseren diesjährigen Kalender verwenden wollte. Im ersten Baumarkt konnten sie die Dielen nicht zuschneiden, im zweiten war die Asuwahl total daneben und im dritten Baumarkt wurde ich dann endlich fündig.
Standen da doch tatsächlich zwei etwas schäbig und dreckig wirkende Latten direkt vor den langweiligen, normalen, sauberen Hölzern.
Leider unverkäuflich. So ein Mist aber auch. Warum findet man immer das schön, was man nicht haben kann?
Ich bin also durch die Gänge getingelt, habe zwei Mitarbeiter des Baumarktes bei ihrer angeregten Unterhaltung unterbrochen und einfach mal gefragt, ob man mit dem Holz helfen könnte. Kann man. Einer der beiden kam mit, schaute sich die Latten an, wählte eine Nummer und faselte etwas von „die sind doch für den Schrottcontainer“ legte auf und sagte mir, ich soll den elenden Müll mitnehmen.

Das gute Holz war wirklich einfach schöner als das perfekte, verkäufliche langweilige Zeug. Ich hab gestrahlt von einem Ohr zum anderen und dann nocheinmal um den Kopf rum.
Der Kerl muss gedacht haben, ich hab nicht mehr alle Tassen im Schrank. Mir doch egal. Ich hab grad was geschenkt bekommen. Einfach so. Unterwartet und unvorbereitet. Hach, wie war das schön. Ich war so glücklich. Und das hab ich ihm auch gleich gesagt. Gefolgt von der Frage, was ich denn dafür beazahlen müsste, wenn ich das ganze Zuschneiden lassen wollen würde?
Nichts. Garnichts. Einfach so. „Kommen ´Se ma mit. Das kriegen wa gleich hin“.
Grinsen. Von einem Ohr zum anderen und dann nochmal rum. Schon wieder.
Ich war so happy, dass ich nicht mehr rechnen konnte. Ich habe also einfach nach Augenmaß gesagt wie er schneiden soll und wie blöde weiter gegrinst. Zum Schluß hat der Gute mir das Holz ins Auto geschleppt – nicht, dass ich noch Probleme an der Kasse kriege oder so…

Das ist doch Weihnachten. Ein Geschenk.

Es war nicht teuer – hätte man mich bezahlen lassen wäre das Ganze unter 10 Euro Wert gewesen. Und trotzdem hat es mich den ganzen Abend noch glücklich gemacht. Und den Tag danach. Und den danach. Selbst jetzt macht es mich wieder schrecklich glücklich. Und ich habe auch schon eine Idee, wie das Glück weiter anhalten wird. Ich werde dieses Jahr jemanden beschenken, der es überhaupt nicht erwartet. Einfach so. Aus Spaß an der Freude. Ich muss mir nur schnell Jemanden einfallen lassen und etwas, über das er sich freut.

Und, was machst du in der Vorweihnachtszeit so?

Liebe Grüße, Tina

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PS.
Die Anleitung. Fast vergessen:

Du nimmt einfach irgendeine Art von Holz – vielleicht etwas was im Schuppen oder der Garage liegt. Oder zersägst Euro-Paletten (was ich nicht unbedingt empfehlen würde, das ist furchtbar anstrengend) am einfachsten ist es, wenn du dir das Holz im Baumart kaufst und dort auch gleich zuschneiden lässt. Idealerweise hast du auch schon die Maße bereit.

Dann bohrt man die Bretter zusammen, schlägt ein paar Nägel ein und hängt dort Tüten oder kleine Geschenke dran.

Meine Tüten, den Stern, das Schwarz-weiß-band und die Kugeln habe ich vom Depot, die Zahlen sind von Ikea / bzw. selbst aufgemalt, die Mini-Wäscheklammern von Xenos.

Womit man die einzelnen Tüten füllt? Krawatten, Socken, Erinnerungen, was er im Haus / der Wohnung noch alles instand setzen muss, darf, äh, gefälligst zu wollen hat…

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Nein, natürlich nicht. Nichts großes, nichts teueres auch nichts, was du dir für ihn wünscht 😉 Vielleicht einfach nur ein paar nette Worte. Ein Gedicht. Ein Gutschein für einen gemeinsamen Wellness-Tag im Januar – nach den Weihnachtsfeierlichkeiten. Eine Bluray (auch gut für zwischen-den-Feiertagen-entspannen) oder ein Kino-Gutschein. Zu Nikolaus darf es auch ein winziges Fläschchen Whiskey sein, vielleicht auch mal Zigarren. Herrenschokolade, Plätzchen und Süßigkeiten sind natürlich auch dabei.Worüber sich dein Liebster am meisten freuen würde, weißt du sicher am besten, vielleicht inspiriert dich meine Liste ja ein wenig.

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