Ich liebe, liebe, liebe mein neues Kochbuch! Gleich das erste Rezept das ich genau nach Anleitung nachgekocht habe ist ein absoluter Hochgenuss. Total einfach in der Zubereitung und doch sehr besonders durch die exotische Würze. Ich hätte nie gedacht, dass Auberginen so wahnsinnig lecker sind. Ja, ok, ich habe auch 2-3 Rezepte mit Auberginen die unschlagbar sind. Aber das hier ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Zu dem Rezept kommen wir gleich…

Zuerst muss ich euch noch ein gut gehütetes Geheimnis verraten, dass ich selbst erst kürzlich gelüftet habe.

 

HOW YOU GET WHAT YOU REALLY WANT

Kennt ihr das, wenn ihr zum Geburtstag, Weihnachten oder sonstigen Gelegenheiten einfach nicht wisst, was ihr euch wünschen sollt? Oder habt ihr das Gefühl, selten etwas geschenkt zu bekommen, was euch WIRKLICH Freude macht? Dann habe ich einen sehr einfachen Tipp für euch: Lobt überschwänglich, laut und völlig verzückt alles, was euch unter die Hände kommt, was euch wirklich gefällt. Wenn etwa dein Schwager-in-spe zu Weihnachten ein Kochbuch geschenkt bekommt, welches du gut findest, dann sag das auch. Mit einem „oh, das ist aber ein schönes Kochbuch“ ist es aber nicht getan. Das registriert nämlich niemand – oder alle halten es lediglich für eine höfliche Floskel. Ihr müsst euch das Buch anschauen und jedes einzelne Rezept in höchsten Tönen (und lautester Stimme) in Anwesenheit möglichst vieler Zeugen LOBEN

Lexikon-Beitrag der Woche: LOBEN ist eine Tugend, die an uns Deutschen irgendwie vorbei gegangen ist, lässt sich jedoch durch häufiges Üben kultivieren. Anleitung: Ins Detail gehen. Suche 3-4 Dinge und formuliere positive, zusammenhängende und sinnvolle Sätze dazu. Gehe ins Detail. Bei Bis alle völlig genervt davon sind (das erkennt ihr beispielsweise an rollenden Augen, ihr solltet spätestens aufhören, wenn die ersten den Raum verlassen…) das bleibt im Gedächtnis hängen und SCHWUPS – zum nächsten Anlass erhältst du ein Kochbuch desselben Autors. Oder was auch immer du gelobt hast.

Nicht, dass jemand jetzt auf die Idee kommt, die Geschichte hätte einen autobiographischen Charakter oder so…  Ich habe lediglich zum Geburtstag „Jerusalem – das Kochbuch“ von Ottolenghi und Tamimi bekommen. Ich bin, wie bereits dezent angedeutet, begeistert (Danke Betty u Christina). Die Buchvorstellung folgt, wenn ich die Hälfte der Rezepte nachgekocht habe – schätzungsweise in 2-3 max. 4 Wochen.

Und jetzt zu dem Wahnsinns Auberginen Rezept. Das erste, was ich anmerken muss, ist, dass ich mich nicht 100 % an die Angaben gehalten habe  – beispielsweise habe ich Couscous anstatt Bulgur genommen, einfach weil ich den gerade im Haus hatte. Und außerdem habe ich die eingelegte Zitrone nirgendwo bekommen und hatte nicht die Zeit selbst welche einzulegen  – also habe ich eine normale Zitrone genommen. Die Oliven habe ich einfach v e r g e s s e n.

Es war nicht perfekt und trotzdem ist niemand gestorben. Lektion gelernt!

Dieses Rezept eignet sich für die zuckerfreie Ernährung, wenn ihr die Rosinen weglasst und anstatt des Bulgurs oder Couscous Hirse, Amaranth oder Buchweizen nehmt. Warum ich inzwischen zuckerfrei esse könnt ihr HIER nachlesen.

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Aubergine mit Chermoula,

Bulgur & Joghurt

 

Zutaten für 4 Portionen:

2 Knoblauchzehen, zerdrückt

2 TL gemahlener Kreuzkümmel

2 TL gemahlener Koriander

1 TL Chiliflocken

1 TL Paprikapulver edelsüß

2 EL fein gehackte Schale von eingelegten Zitronen (ich habe wie gesagt die Schale einer einfachen Zitrone genommen)

140 ml Olivenöl, plus Öl zum Beträufeln

2 mittelgroße Auberginen

50 g feiner Bulgur (von mir durch 100 g Couscous ersetzt)

25 g Sultanien

10 g Koriandergrün, gehackt, plus Koriandergrün zum Bestreuen

10 g frische Minze, gehackt

6 grüne Oliven, entsteint und halbiert (habe ich einfach vergessen)

1 EL Mandelblättchen, geröstet

2 Frühlingszwiebel, gehackt

1/2 EL Zitronensaft

120 g griechischer Joghurt (wenn irgendmöglich versucht einen probiotischen Joghurt zu bekommen)

Salz
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Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Chermoula in einer kleinen Schüssel Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Paprikapuler, Zitronenschale, zwei Drittel des Olivenöls sowie 1/2 TL Salz vermengen.

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Die Auberginen der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch rautenförmig einschneiden – darauf achten, dass die Schale intakt bleibt! Die Hälften gleichmäßig mit Chermoula bestreichen, mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen und 40 min. im Backofen garen.

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Inzwischen 50 g Bulgur in einer Schüssel mit 140 ml kochendem Wasser übergießen. (Wie gesagt, ich habe stattdessen 100 gr. Couscous mit 125 ml Wasser übergossen)

Die Sultanien 10 Minuten in 50 ml warmem Wasser einweichen, anschließend abgießen und mit dem restlichen Öl zu dem Bulgur geben. Kräuter, Oliven, Mandelblättchen, Frühlingszwiebel und Zitronensaft hinzufügen, mit 1 Prise Salz würzen und alles gut durchmischen. Den Salat danach nochmal abschmecken.

Die Auberginenhälften auf 4 Tellern verteilen, den Bulgur (oder Couscous) darauf anrichten und mit dem Joghurt garnieren. Das gehackte Koriandergrün darüberstreuen, etwas Olivenöl aufträufeln und die Auberginen warm oder mit Zimmertemparatur servieren.

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Lasst es euch schmecken!

PS: In dem Buch wird erklärt, wie die Zitronen eingelegt werden – diese müssen dann aber min. 4 Wochen liegen… es dauert also etwas, bis ich dazu berichten kann…

PPS: Fast vergessen: Warum ihr dieses Gericht unbedingt ausprobieren solltet? Nun, zuerst einmal sind Hülsenfrüchte wie Bulgur und Couscous wesentlich gesünder als die typisch Beilagen Kartoffeln, Nudeln oder Reis, da sie

1.eiweißhaltiger sind und

2.die darin enthaltenen Kohlenhydrate komplexer sind und somit unseren Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lassen – wir sind länger satt, nach dem Essen nicht ganz so müde und haben mehr Energie.

Auberginen bestehen zu 93 % aus Wasser. Ein minimum an Kalorien, Vitamen C, Kalium und in der Schale B-Vitamine (Haut, Haare, Nägel…!) machen das Ganze zu einer runden Sache.

Liebe Grüße

Tina

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