Drei Tage Sonne in der ewigen Stadt haben bei mir den Sommer eingeläutet.

Bei euch ist vielleicht Frühling. Aber ich bin schon ganz woanders.

Gedanklich liege ich am Strand, esse Wassermelone und veranstalte Grillpartys im Garten. Habe Sand zwischen den Zehen und trage kurze Sommerkleidchen. 🙂

Ich durchforste Kochbücher und Zeitschriften nach Sommerrezepten. Die meisten sind zum Grillen – wie ihr letze Woche schon an meinen Antipasti gemerkt habt. Das rührt unter anderem daher, dass ich es auch mal tolle finde „begrillt“ zu werden – anstatt stets selbst zu kochen. Und auch ein bisschen daher,  dass ich, beim umsortieren meiner Küche, eine alte „Lust auf Genuss“ Zeitschrift gefunden habe… mit wundervollen Grillrezepten, die allesamt vom einem traumhaft lauen Sommerabend träumen lassen. Seufz. Da ich, gelinde gesagt, gesunden Respekt vor dem Gasgrill habe und der nur von meinem Mann bedient wird, werde ich mir etwas kochen, das wenigstens ein bisschen nach Sommer schmeckt. Nach italienischem Sommer. Etwas Tomatiges. Tomatensoße mit Knoblauch und Zwiebeln, Basilikum und ganzen Tomaten.

Dazu gibt es etwas Sommer-Sehnsucht-Musik von Samuel Harfst.


Tomatensoße, frisch, selbstgemacht, Basilikum, Tomaten

Zutaten für 4 Personen:

800 gr. Tomaten

3 Frühlingszwiebeln

2 Knoblauchzehen

2 EL Olivenöl

2 EL Aceto Balsamico

2 EL Tomatenmark

100 ml Wasser + 1 TL Salz

100 ml Weißwein

1/2 Bund Basilikum

50 gr Parmesan, gerieben

Salz & Pfeffer

1 Pck. Spaghetti

 

Zubereitung:

1. Die Tomaten überbrühen, häuten und in Würfel schneiden.

2. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und im Olivenöl braten

3. Tomaten und Tomatenmark hinzufügen und umrühren

4. mit Aceto Balsamico, gesalzenem Wasser und Wein ablöschen und mit Pfeffer abschmecken, 10 min sämig kochen lassen.

5. Basilikum hacken und hinzufügen.

5. Wasser zum Kochen bringen und die Spaghetti darin kochen, abgießen, mit der Soße anrichten.

6.  Parmesan fein reiben und zur Soße reichen.

7. Den Rest der Weißweinfalsche leeren (bevor das Gericht serviert wird) und beschwipst einen Blogpost verfassen.

 

PS: Das Besteck findet ihr übrigens bei Impressionen.

Tomatensoße, frisch, selbstgemacht, Basilikum, Tomaten, Weißwein Tomatensoße, frisch, selbstgemacht, Basilikum, Tomaten, Lust auf Genuss, Weißwein

 

Kimi hat ja schon einmal einen Blogpost zum Thema Rom verfasst, deshalb gibt es von mir heute nur ein paar Schnappschüsse von der Kamera meiner Schwester (danke Olly für deinen Einsatz, nachdem meine Spiegelreflex schlapp gemacht hat) und einen einzigen Tipp: Solltet ihr jemals nach Rom  kommen, dann probiert bitte das Eis von der Gellateria dell Angeletto. Ein paar Seiten- und Querstraßen vom Colosseum entfernt in der Via dell Angeletto. Vor allem das Piastazieneis ist eine Offenbarung! Umfassende Romtipps bekommt ihr hier.

Colosseum mit Beleuchtung

Viele der Sehenswürdigkeiten sehen bei Abendsonne viel schöner als im grellen Tageslicht aus.

Das  Colloseum ist sogar am schönsten, wenn es richtig dunkel wird – diese Beleuchtung setzt das Colosseum einfach perfekt in Szene!

Rom im Abendlicht

Wir sind also spät schlafen gegangen, getreu dem Motto:

Niemand schaut später auf sein Leben zurück und erinnert sich an die Nächte in denen er viel geschlafen hat.

Rom bei Nacht, Licht

Rom

Aber auch tagsüber haben wir viel Schönes gesehen. Nicht nur die Touristenattraktionen, auch die „einfachen“ und „normalen“ Gassen und Häuser sind viel spektakulärer, als hier im Norden Europas. Und da wir jede Menge gelaufen sind – zwischen den Attraktionen – haben wir auch alle möglichen kleinen Gässchen und Straßen entdeckt, die man als Tourist sonst vielleicht nicht sehen bekommt.

Habt ihr schon einmal Orangenbäume blühen sehen? Oder besser gesagt, den Duft einer Orangenblüte wahrgenommen? Süß und betörend riecht es überall wo die Orangenbäume stehen, sogar die Nase wird im April verwöhnt und verstärkt das Gefühl von Sommer, Sonne, Sonnenschein. Ein Bild der Orangen (und viele ander Bilder) findet ihr auf unserem Instagram Account.

Wir haben verzweifelt an den Bäumen geschüttelt und gerüttelt, damit uns wenigstens eine Orange in den Schoß fällt – wir hätten nämlich gern herausgefunden, ob sie reif sind oder gerade erst erblühen – Nein! googlen war und ist keine Alternative für diesen Fall. Aber leider waren wir zu feige auf eines des am Straßenrand stehenden Autos zu steigen und einfach eine Orange zu pflücken. Zu groß war unser Respekt vor einem temperamentvollen Italiener der uns den Hals umdreht für das Berühren seines heiligen fahrbaren Untersatzes.

Erst jetzt wird mir klar, wie deutsch diese Angst ist.

Dabei habe ich mich so wohl und fast zu Hause gefühlt unter all den lauten Großfamilien, der hektischen und verkehrsregelfreien Fahrweise und den elegantzen Frauen in schicken Kleidern, die in Deutschland völlig overdressed wirken würden…  Die Männer tragen perfekt geschnittene Anzüge der neusten Mode – nicht so einen Hippsterkram sondern schlicht und elegant.

Ja, es ist die Eleganz dieser Stadt, die mich am meisten anzieht. Natürlich hat man bei der Architektur auch die richtige Bühne für eine elegante Garderobe!

Wir sehen uns wieder. Das verspreche ich.

PS: In der Zwischenzeit wird jede Menge italienisches Essen gekocht. Bruschetta, Pizza, Pasta, Panna Cotta und Tiramisu. Vielleicht verrate ich euch auch das eine oder andere Rezept…

Tomatensoße, frisch, selbstgemacht, Basilikum, Tomaten