Ja, ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich habe euch vernachlässigt. Alleine und im Stich gelassen. Ich bereue zutiefst und habe doch nichts besseres als Entschuldigung vorzubringen, als die uralte Ausrede keine Zeit gehabt zu haben.. Dabei weiß ich genauso gut wie ihr, dass jeder seine Zeit zur freien Verfügung hat und so einteilen kann, wie er es möchte. Wir setzen Prioritäten. Bewusst oder unterbewusst. Mein Augenmerk lag in der letzen Zeit auf der Einrichtung meiner heiß geliebten neuen Stadtwohnung. Und auf den Menschen, die mir wichtig sind. Ständig unterwegs, immer unter Leuten und kaum einmal ein paar Stunden für mich allein. Es blieb seeehr wenig Zeit zum Kochen und wenn doch, dann hatte ich keine Zeit zum Fotografieren oder es fehlte die Muse zum Schreiben. Jetzt habe ich sie wiedergefunden. An einem lauen Sommerabend in meiner wunderschönen Wohnung, mit Menschen die ich von Herzen liebe.

Es geht also doch beides. Bloggen und trotzdem ein Leben haben !

thumb_IMG_1133_1024

Wie ihr wisst gibt es für mich wenig, das ich mehr liebe als für andere zu kochen (ok, selber essen und 2-3 andere Dinge… aber naaaajaaaa, lassen wir mal fünfe grade sein). Bei der aktuellen Hitze wusste ich garnicht was ich- außer Gegrilltem, Kaviar auf Blinis und Getränken auf Eis – meinen Gästen Erfrischendes anbieten soll. Doch zum Glück habe ich ein überaus inspirierendes Bild von meiner Oma in der Küche hängen – das brachte mich auf die Idee mal wieder eine erfrischende russische Sommersuppe zu kochen – nach Omas Traditionsrezept. Mit Buttermilch und Gemüse. Eine tolle Vorspeise für einen Grillabend oder auch einfach als Mittagessen an heißen Tagen. Sie liegt nicht so schwer im Magen, ist leicht verdaulich und schmeckt einfach wahnsinnig lecker.

Ohne Namen zu nennen muss ich (bescheiden wie ich bin) dazu anmerken, dass 2 meiner russlanddeutschen Freundinnen über DIESE Suppe sagten: Bei Mama hat sie nie so gut geschmeckt.

Aha. Wenn das mal nicht das non-plus-ultra-Kompliment für gutes Essen ist…

Akroschka

 

Dieses Rezept eignet sich hervorragend für die zuckerfreie Ernährung, achtet nur darauf, dass die Fleischwurst zuckerfrei ist. Warum ich inzwischen zuckerfrei esse könnt ihr HIER nachlesen.

Man nehme…

400 g     Fleischwurst (möglichst Geflügelfleischwurst)

6             Pellkartoffeln

6             hart gekochte Eier

1             Salatgurke

1             Bund Schnittlauch

1             Bund Radieschen

1 l           Buttermilch

500 g     Creme fraiche

500 ml  Creme fine

500 ml  Wasser

Salz

 

1. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden, mit etwas Salz mischen und leicht andrücken, damit der Saft etwas austritt, mit etwas Buttermilch ansetzen und ziehen lassen.

2. Die Pellkartoffeln und die hart gekochten Eier abgekühlt in Würfel , Redieschen und Gurken in Scheiben schneiden.

3. Die flüssigen Zutaten mit dem Schnittlauch-Salz mischen und abschmecken. Anschließend das Gemüse und die Eier hinzufügen, gut durchmischen und nochmals abschmecken.

4. Im Kühlschrank mindestens eine Stunde ziehen lassen, am besten über Nacht.

5. Liebe Freunde einladen und einen entspannten Abend genießen.

IMG_1151

Für Andre und Vicky.

Mit viel Liebe von eurer Tina

PS: Es gibt soooo viele Nachfragen bezüglich der neuen Wohnung – ich fühl mich geschmeichelt und werde auch leicht rot… demnächst bekommt ihr auf jeden Fall Bilder von meinem Kleiderschrank zu sehen… alles andere folgt dann so nach und nach 😉

PPS: Ich gelobe Besserung. In Zukunft hört ihr wieder öfter von mir. Von Uns. Ena und Tina.

 

Vielleicht gefällt euch auch:

IMG_2006

IMG_1978

IMG_0576-001