Woche 4

Ist mit Abstand die härteste. Bis zu dieser verflixten Woche fiel es mir nicht schwer auf Zucker zu verzichten. Er hat mir einfach nicht gefehlt. Aber in dieser Woche habe ich einfach Japp.

Japp auf Kuchen oder Süßigkeiten.

Weiße Brötchen oder Nudeln fehlen mir gar nicht. Dafür habe ich super Alternativen gefunden. Juckt mich gaaarnicht.

Ich träume von richtigen Zuckerbomben.

Von anderen Zuckerverweigerern hatte ich schon gelesen, dass es so kommen würde, bin aber davon ausgegangen, dass das an mir vorbei gehen würde. Das ist wie mit Unfällen und schlimmen Krankheiten – das passiert nur anderen nie einem selbst. Ihr kennt das.

Ist nur leider in der Realität nicht so. Offenbar muss ich nun durch die zweite Welle Entzugserscheinungen (von den ersten hatte ich in meinem ersten Zuckerfrei Post  berichtet). Hört sich irgendwie überspannt an? Zuckersüchtig? So als hätte man ein Drogenproblem? Tja, dann schaut euch mal das Video von  Prof. Robert Lustig von der University of California an. Er hielt 2009 einen Vortrag mit dem Titel „Sugar: The Bitter Truth“, in dem er die Beziehung zwischen Zucker und Abhängigkeit bzw. Sucht sehr anschaulich erklärt. Wenn ihr weitere Informationen zu dem Zusammenhang zwischen Zucker und Sucht haben wollt, kann ich euch nur empfehlen, das Video anzugucken.

Um der Gier nach Zucker nicht nachzugeben brauche ich also mal wieder eine richtig gute Alternative. Etwas das richtig schmeckt. Und satt macht und meine Nerven- und Hirnzellen nährt. Ihr ahnt es schon. Fett muss her! Und das habe ich mir am letzten Wochenende auch gegönnt. Direkt zum Frühstück. Und am kommenden Wochenende kommt es wieder auf den Tisch.

Eines meiner liebsten Gerichte zum Frühstück sind pochierte Eier auf einem kernigen, dunklen Brot mit Schinken und Sauce Hollandaise.

Aufwendig. Aber es lohnt sich!

Sauce kochen(oder aufwärmen), Brot toasten und buttern, mit Schinken belegen, Eier pochieren und auf dem Schinkenbrot anrichten, und das Ganze dann mit der Sauce toppen.

Und schlemmen. schlemmen. schlemmen.

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Sauce Hollandaise, ohne Thermomix:

Butter in einem Topf zerlassen, aber nicht erhitzen!
Eigelb mit Zitronensaft, Senf, Wasser und Salz in einen Topf geben und diesen ins heiße Wasserbad stellen. Mit einem Rührbesen (besser elektrischem Mixer) solange rühren, bis die Masse cremig ist.
Den Topf aus dem Wasserbad nehmen (wichtig, sonst gerinnt die Soße) und jetzt nach und nach zuerst teelöffelweise dann esslöffelweise unter ständigem Rühren die flüssige Butter zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken und sofort servieren.

Sauce Hollandaise im Thermomix (nach Sansibar Art):

200 g weiche Butter

1/2 EL Zitronensaft

50 g Weißwein

1/4 TL Salz

1 Prise weißer Pfeffer

Cayennepfeffer

4 Eigelb

3 TL Senf

Butter in den Mixtopf geben , 4 MIn / 70° / Stufe 2 schmelzen, umfüllen und etwas abkühlen lassen.

Mixtopf unter kaltem Wasser spühlen

Rühreinsatz einsetzen

Übrige Zutaten in den Mixtopf geben und 2 Min/ 70° / Counter-clockwise operation / Stufe 2  schaumig schlagen.

Flüssige Butter neben den eingesetzten Messbecher auf den Mixtopfdeckel gießen und langsam auf das laufende Messer zulaufen lassen ,  ca. 1 1/2 Min / 70° / Counter-clockwise operation / Stufe 3 , abschmecken und sofort umfüllen.

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Eier pochieren Für Dummies:

Über einer kleinen Schale Frischhaltefolie legen, ölen, und in die Mitte ein Ei geben, oben zusammenknoten, sodass sich die Folie wie eine Schale um das Ei legt.

Wasser zum kochen bringen, herunter drehen, so dass es nicht mehr kocht und die Eier für 2,5 min im Wasser lassen.

Anschließend aus dem Wasser nehmen, die Folie vorsichtig aufschneiden und das Ei auf den Schinken legen.

Die konservative Art Eier zu pochieren:

Einen Topf bis zur Höhe von ca. 4 – 5 cm mit Wasser und etwas Essig befüllen und das Ganze erhitzen. Hierbei kommt es jetzt auf die richtige Temperatur an. Wenn das Wasser zu kalt ist, trennt sich das Ei sofort. In zu heißem Wasser wird das Eiweiß zu schnell fest und das Eigelb kann nicht nachgaren. Das Wasser sollte also nicht kochen und kurz vorm Simmern sein. Damit es leichter ist, kannst du das Wasser zunächst einfach zum Kochen bringen und anschließend die Temperatur senken.

Bevor du das Ei ins Wasser gibst, solltest du das Kochwasser mit einem Löffel kräftig umrühren, sodass in der Mitte ein Strudel entsteht. Gib das Ei in die Mitte des Strudels. Der Wasserstrudel hält das Eiweiß zusammen und sorgt dafür, dass es sich schneller um das Eigelb legt.

Anschließend heißt es nur noch warten. Das Ei sieht im Topf zunächst etwas fransig aus, doch mit der Zeit verfestigt es sich zu einem schön pochierten Ei. In der Regel kannst du es bereits nach 2 – 4 Minuten aus dem Wasser fischen, je nach gewünschtem Härtegrad. Lass es anschließend noch kurz auf einem Küchentuch abtropfen.

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