Ich liebe Nudeln.
Sie schmecken einfach unglaublich gut. Und man kann so verdammt viele super leckere Saucen dazu essen.

Und die nächsten 3 Wochen bin ich nicht bereit auf meine italienischen Saucen zu verzeichten. Leider nein, leider garnicht.
Ich brauche also eine Alternative. Dringend.
Von Zoodles hatte ich schon öfter gehört und gelesen. Konnte mir aber absolut nicht vorstellen, dass die nach irgend etwas schmecken würden.
Also hab ich ein wenig im Internet gestöbert, mich ein wenig inspirieren lassen von Pinterest, Ena, und meinem Gewürzregal. Mit der absolut niedrigsten Erwartungshaltung die ich jemals an ein Rezept hatte habe ich dann los gelegt.
Und wurde total überrascht.
Erstens schmeckt es einfach bombastisch und sieht auch noch ziemlich hot aus, zweitens sind Noodles einfach ruckzuck zubereitet und drittens: Jede Menge Nährstoffe und Ballaststoffe.
  zuchini_roh

So werden Zoodles zubereitet

Zoodles herzustellen ist wirklich nicht schwer. Ihr brauch lediglich einen Spiralschneider. Mit diesem lassen sich aus normalen Zucchini im Handumdrehen Zoodles herstellen. Wenn Ihr einen zylinderförmigen Schneider verwendet, dann achtet darauf, dass die Zucchini keinen zu großen Durchmesser haben. Greift lieber zu kleineren Exemplaren, diese passen ohne Probleme in den Spiralschneider und schmecken eh besser. Bei Gemüseschneidern, in die das Gemüse eingespannt wird, spielt die Größe der Zucchini keine Rolle. Ihr wollt euch nicht extra noch ein Küchendings anschaffen? Kein Problem. Nehmt einen Sparschäler. Zucchini dafür längs vierteln und dann mit dem Schäler in breite Streifen schneiden. So erinnern die Zoodles eher an breite Bandnudeln als an Spaghetti. Eilige und Rohköstler können Zoodles roh essen und nur mit Sauce übergießen. Wer die Nudeln etwas weicher mag, der lässt sie entweder kurz in heißem Wasser ziehen oder kocht sie für eine Minute in Salzwasser. Die Zoodles nach dem Kochen oder Einweichen gut abtropfen lassen. Besonders schonend ist natürlich dünsten… Und besonders Schmackhaft, wenn man sie anbrät. In Knoblauch und Pepperoni zum Beispiel…

untitled-export

Und was gibt’s dazu?

Zu Zoodles könnt ihr jede Sauce essen, die ihr auch zu normaler Pasta essen würdet. Von all’arrabbiata bis hin zu Pilzsauce, Bolognese oder selbstgemachtes Pesto ist alles erlaubt. Der springende Punkt ist zu den Zucchini die richtigen Zutaten zu wählen – Geschmacksträger sollten es sein, wie zum Beispiel Ziegenkäse, Knoblauch, Pepperoni und Gewürze. Und so hab ichs gemacht:

 

Zutaten:

3 Zucchinis

1 Knoblauchzehe

1/2 Pepperoni

100 g getrocknete Tomaten in Olivenöl (achtet hier darauf, dass so wenig zugesetzter Zucker wie möglich enthalten ist)

125 g Tasse Ziegenkäse

¼ TL Cayenne Pfeffer

Salz und Pfeffer (bitte immer frisch aus der Mühle, das macht einen riesen Unterschied!)

That´s it. Mehr braucht ihr nicht…

knobi

Die Zubereitung:

1. Die Zucchini durch die Spirale drehen, bissfest dünsten oder kochen – je nachdem welche Möglichkeiten ihr da so habt. (Im Thermomix sind sie schnell und einfach gedünstet)

2. Knoblauch und Pepperoni in feine Scheiben schneiden, leicht anbraten, die Zucchini dazu geben und einmal leicht salzen, gut mischen, damit der Geschmack von Knobi und Pepperoni überall ankommt

2. Den Ziegenkäse zerkrümmeln und die getrockneten Tomaten in 1 cm breite Würfel schneiden.

3. Käse und Tomaten gut unter die warmen Zucchinis mischen

4. Mit Cayenne, Salz und Pfeffer würzen und genießen

Bei mir gab es dazu noch frisch angebratenen Lachs – passt geschmacklich super, muss aber nicht sein um satt zu werden 😉

PS: In Ziegenkäse ist i.d.R. eine geringe Menge an Zucker. In getrockneten Tomaten auf jeden Fall Fruchtzucker und in einigen auch zugesetzer Zucker. Wenn ihr zuckerfrei essen wollt, versucht beim Einkaufen darauf zu achten, dass ihr die Zutaten mit dem geringsten Anteil bekommt.

Und lasst es auch schmecken!

img_6694

Warum Zoodles so verdammt gut sind

Normale Pasta liefert 0 g Vitamin C, 0 g Vitamin A und 30 µg Folsäure (ein B-Vitamin).

Zucchini hingegen können pro 100 g immerhin 18 g Vitamin C, 31 g Vitamin A und 48µg Folsäure auftrumpfen.

1 Portion (300 g) Zoodles enthalten 60 kcal und nur 6 g Kohlenhydrate.

1 Portion (300 g gekochte) Pasta (ohne Ei) enthalten hingegen 449 kcal und satte 91 g Kohlenhydrate -> welche superschnell im Körper zu Zucker verarbeitet werden und das ist genau das was wir ja NICHT wollen.

Neben Zucchini lassen sich auch andere Gemüsesorten zu Spiral-Pasta verarbeiten: Karotten zum Beispiel. Aber auch Kürbisse, Süßkartoffeln, Rote Bete, Kohlrabi, Pastinaken, Rettich, Salatgurken sowie der Strunk vom Brokkoli, der oft einfach weggeworfen wird, lassen sich prima zu Gemüsepasta verarbeiten.

Ich wünsche euch eine sonnige zuckerfreie Woche 😉

Für alle die neu eingestiegen sind: Warum ich zuckerfrei esse, könnt ihr hier nachlesen.

Um es mir (und euch) leichter zu machen, habe ich euch eine Liste mit Lebensmittel erstellt,
 die ich esse, weil sie zuckerfrei sind, und eine Shit-List mit Lebensmitteln die leider gar nicht gehen zusammen gestellt. Wie streng ihr da mit euch sein wollt ist euch natürlich überlassen. Das wichtigste ist im Grunde, dass man den Haushaltszucker weglässt oder auf ein Minimum reduziert.

Die 6-Wochen Challenge die ich jetzt durchziehe, ganz ohne Haushaltzucker, und möglichst ohne Fructose und Zuckerersatzstoffe etc. muss ja nicht jedermanns Maßstab sein.

Zusätzlich habe ich noch eine schnelle Liste mit alltagstauglichen Rezepten fürs Frühstück, Mittagessen, Abendbrot und Snacks, Desserts zusammengestellt.  Gekennzeichnet sind komplett zuckerfreie Rezepte und Rezepte mit nur sehr geringem Zuckeranteil.