Um es mir (und euch) leichter zu machen habe ich euch eine Liste mit Lebensmittel erstellt, die ihr essen könnt, weil sie zuckerfrei sind, und eine Shit-List mit Lebensmitteln die leider gar nicht gehen zusammen gestellt. Wie streng ihr da mit euch sein wollt ist euch natürlich überlassen. Das wichtigste ist im Grunde, dass man den Haushaltszucker weglässt oder auf ein Minimum reduziert.

Die 6-Wochen Challenge die ich jetzt durchziehe, ganz ohne Haushaltzucker, und möglichst ohne Fructose und Zuckerersatzstoffe etc. muss ja nicht jedermanns Maßstab sein.

Zusätzlich habe ich noch eine schnelle Liste mit alltagstauglichen Rezepten fürs Frühstück, Mittagessen, Abendbrot und Snacks, Desserts zusammengestellt.  Gekennzeichnet sind komplett zuckerfreie Rezepte und Rezepte mit nur sehr geringem Zuckeranteil.

Aktualisierung vom 18.10.16

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Ihr habt es auf Instagram schon gesehen: Ich esse seit 3 Wochen zuckerfrei. Und die Auswirkungen auf mein Energielevel, meine Stimmung und meine Haut sind so unerwartet gut, dass ich damit ewig weiter machen möchte.

Warum tut man so was?

Der Grund: Die Gesundheit. Irgendwie wurde ich in den letzten Jahren immer Infekt anfälliger. Ziemlich ungewöhnlich, als Kind und Teenager war ich gesund wie ein Vikinger. Ich machte mich also auf die Suche nach Ursachen und stolperte immer und immer wieder über einen Tipp der mich verzweifeln lies. Zucker von der Ernährung streichen.

Ich? Keinen Zucker? Und Weizen? Und Alkohol? Wo ich bisher Waffeln zum Frühstück, Burger zum Mittagessen und Cupcakes beim Kaffeetrinken am Nachmittag verspeise?!? Wobei mit „Kaffee“ ein Latte Macchiato mit Zucker UND Haselnusssirup gemeint ist… Der Gedanke mich von all diesen schönen um nicht zu sagen sinnstiftenden Dingen verabschieden zu müssen brachte mich an das Ende meiner kulinarischen Vorstellungskraft.

Doch die Gründe die ich fand waren mehr als überzeugend.

On point und undiplomatisch zusammengefasst:

Die Menge Zucker die wir brauchen nehmen wir ausreichend in Obst, Gemüse und Kohlenhydratehaltigen Nahrungsmitteln zu uns. 8-10 g am Tag reichen – wir verzehren dagegen ca. 100-200 g.

Und das ist noch konservativ geschätzt…

Zucker ist kein Nahrungsmittel

und nein, unser Körper gewinnt keine Energie aus Zucker,

Er raubt uns viel mehr Energie und noch schlimmer: Nährstoffe

Zucker Fördert oxidativen Stress und Entzündungen

Führt zu Diabetes und vielen anderen Erkrankungen.

Ganz zu schweigen davon, dass es Zusammenhänge zwischen Zuckerkonsum und Krebszellenwachstum gibt

Er macht süchtig, gefräßig und dick, erzeugt Candida und Karies.

Er macht uns müde und launisch und unglücklich.

Hallo? U N G L Ü C K L I C H

Er beeinflusst unser Gehirn negativ. Unsere Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung lassen nach je mehr Zucker wir konsumieren.

Der Beauty-Effekt:

Zucker ist schädlich für unsere Haut. Eine Studie am Leiden University Medical Center von 2011 entdeckte eine Verbindung zwischen dem Blutzuckerspiegel und gesunder, jugendlicher Haut. Wenn wir die Entstehung von Falten, Pickeln und Hautalterung vermindern wollen, kann das Weglassen von Zucker uns um Jahre jünger aussehen lassen.

Anastasia Zampounidis ist einer der sehr bildhaften Beweise hierfür. Sie schwört darauf, dass Falten und Cellulite ohne Zucker keine Chance mehr haben. Genauso Stimmungsschwankungen und Migräne. Wenn das keine Argumente sind Ladies, dann weiß ich auch nicht…

Mein eigenes Fazit nach 3 Wochen: Meine Haut ist ebenmäßiger, die Poren reiner und werden immer kleiner. Und ich bilde mir ein, dass die Zornesfalten zwischen meinen Augen sanfter geworden sind. Angeblich gibt es zwischen dem Dickdarm und der Zornesfalte irgend einen Zusammenhang… behauptet zumindest der Ostheopath meiner großen Schwester (Totale Zeitverschwendung sich über Hyalyron und Botox informiert zu haben… tzetzetze) Auch die Kopfhaut dankt es mir… also wer von schönen Haaren träumt…

Aller Anfang…

des Zuckerentzugs ist verdammt hart. Die ersten 2 Tage hatte ich abends explosionsartige Kopfschmerzen. Ca. 2 Wochen habe ich immer mal wieder ne Nacht schlecht geschlafen und geträumt.

Immerhin erinnere ich mich jetzt an meine Träume… ob die Erinnerungsfähigkeit nach 2 Wochen schon besser werden kann…?

Und danach fühlte ich mich wie neugeboren. Ich bin ausgeglichener, fitter, kann klarer denken und habe Energie en masse. Ich bin sehr früh wach und fühle mich auch schon morgens viel ausgeruhter als das früher der Fall war. Ich habe RICHTIG LUST mich zu bewegen und spüre keine Trägheit mehr.

3 Wochen liegen noch vor mir und ich bin gespannt was die so bringen werden. In dieser extremen Phase esse ich kein Obst, keinen Honig und auch keine sonstigen Zuckerersatzstoffe.

Außerdem gibt’s Weizenmehl nur sehr stark reduziert und wenns wirklich garnicht anders geht. Alkohol nur in Form von trockenem Weißwein – auch das nur in absoluten Notfällen wie Geburtstagen und Co. Nur weil ich auf meine Gesundheit achte muss ich ja nicht gleich meine guten Manieren vergessen…

Und dann…?

Wenn die 6 Wochen rum sind entscheide ich wie es weiter geht… vielleicht macht ich 8 draus.. und danach werde ich wieder mit Obst, Honig & Co. anfangen, aber den Industriezucker werde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser. Das heisst: Jede Menge Experimente für Süßes & Co. ohne raffinierten Haushaltszucker. Ich halte euch auf dem Laufenden 😉

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Alternativen

…gibt es zu meiner Erleichterung jede Menge. Dazu noch sehr schmackhafte. Anstatt eines weißen Brötchens gibt es eben ein Vollkornroggenbrot (welches übrigens erstaunlich saftig schmeckt) oder morgens auch mal Quinoa oder Hirse mit Butter, Zimt und frisch gemahlener Vanille oder Kakaopulver (kein kaba versteht sich sondern echter Backkakao). Und Gemüse.

Mittags Gemüse in jeder Form und dazu Kichererbsen, Bulgur oder Couscous. Sehr gerne auch Käse, Eier, Fleisch und Fisch.

Und Gemüse.

Abends in der Uni dann Nüsse oder Amaranthwaffeln.

Und Gemüse. Mit selbstgemachten, leckeren Dips (in denem ausm Kühlregal ist natürlich, ihr ahnt es schon: Zucker)

Mehrmahls täglich: Gemüse.

ach und hab ich Gemüse schon erwähnt?

Außerdem gibt es einige Zuckerersatzstoffe auf dem Markt.. da werde ich mich mal genauer mit befassen und nach der Hardcore-Phase ein wenig experimentieren bevor ich euch Empfehlungen weiter gebe…

Lasst mich raten. Ihr glaubt das kann doch nicht schmecken! Das habe ich nämlich auch gedacht und die erste Woche war tatsächlich gewöhnungsbedürftig. Und dann dankte mir mein verwöhnter Gaumen indem er sich anpasste. Auf einmal war und ist alles süß. Möhren, Paprika, Käse, Milch, Zimt und Vanille, selbst Vollkornbrot. Ich nehme die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen viel stärker wahr und genieße viel bewusster. Immer seltener überfällt mich der Drang jemandem den Schokoriegel wie einen Basketball aus der Hand zu schlagen…

Denn so langsam wird mir klar, dass es nicht ein Verzicht ist zuckerfrei zu leben. Sondern die Möglichkeit bietet die Vielfalt in Lebensmitteln zu entdecken.

Was ist denn schon fad an einem saftigen Roggenvollkornbrot mit gesalzener Avocado mit Schwarzkümmel oder geräucherter Makrele? Auf Instagram bekommt ihr Bilder wie diese hier öfter zu sehen…

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Ihr habt Bock…

…das auch mal auszuprobieren? Oder seid einfach interessiert was aus dem Projekt wird?

Dann schaut hier regelmäßig vorbei. Ich experimentiere mit zuckerfreien Rezepten und stelle euch  die wirklich schmackhaften Sachen vor… und wenn ihr schon dabei seid oder anfangen wollt, dann berichtet davon gerne in den Kommentaren.