Ich bin mit einer Freundin im milden Dezember 2012 in das vorweihnachtliche Paris geflogen.

Wir hatten ein wunderschönes, kleines, typisch französisches Hotel mit Stuck und Blumentapete an den Wänden. Hotel Saint Louis Bastille (114 Boulevard Richard Lenoir) oberhalb der Seine gelegen, war ein Idealer Ausgangspunkt für unsere Sight Seeing Tour.

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Das Metro Netz ist super ausgebaut und man findet sich leicht zurecht. Als wir den ersten Abend in Paris ankamen, haben wir erst einmal unser Viertel erkundet, in unserem späteren Stamm Café Le Plein Soleil (90 Avenue Parmentier) einen Kaffee getrunken und darüber gesprochen, was wir alles sehen möchten. Aber irgendwie stellte sich das Gefühl noch nicht ein, wirklich in Paris zu sein. Schnell wurde uns klar, wir könnten nur begreifen, dass wir endlich in Paris sind, wenn wir den Eiffelturm gesehen haben. Also ging es noch am ersten Abend in Richtung Eiffelturm. Unsere Metro fuhr direkt durch bis zu der Haltestelle Trocadero, wo man auf den Place du Trocadero kommt. Von dort aus hat man den besten Blick auf den Eiffelturm. Wir waren so unglaublich aufgeregt, als wir aus der Metro Station kamen, schauten die ganze Zeit nach oben, nach vorne, rechts und links in der Hoffnung ihn schon zu entdecken, malten uns aus, wie er in echt aussehen mag und wie groß er letztendlich ist. Während wir uns aufgeregt darüber unterhielten, war er auf einmal da. Riesig und wunderschön beleuchtet. Dieses Gefühl, davor zu stehen, hat uns erst mal vollkommen überwältigt.  Lange standen wir sprachlos da und starrten auf das Wahrzeichen von Paris. Diesen Moment werden wir niemals vergessen. Da, wie gesagt, unsere Metro immer direkt zum Trocadero fuhr, war der all abendliche Besuch des Eiffelturms, bevor wir zurück zum Hotel fuhren, unser kleines Ritual. Ein Mal hatten wir auch das Glück mitzuerleben, wie er anfing zu glitzern, die ganzen AAAHHHs und OOOHHHs der umstehenden Leute habe ich heute noch im Ohr (Leider kann ich an dieser Stelle kein Bild vom Eiffelturm bei Nacht zeigen, da man diese Bilder nicht veröffentlichen darf)

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In unserem Viertel gab es viele schöne Cafés, in denen man ein typisch Französisches Frühstück bestehend aus einem Café au lait und einem Croissant mit köstlich fruchtiger Marmelade oder Butter genießen konnte. Oft haben wir uns aber auch einfach ein Croissant oder Baguette aus einer der vielen Boulangerien auf die Hand mitgenommen.

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Besonders schön ist es, dass Jugendliche bei vielen Sehenswürdigkeiten vergünstigt oder sogar kostenlos eingelassen werden.

Hier meine Highlights an Sehenswürdigkeiten:

Eiffelturm (Eintritt bis 24 vergünstigt)

Louvre (Eintritt unter 26 kostenlos)

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Sacre Coeur + Stadtviertel Montmartre

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Notre Dame (unter 25. kostenlos)

Paris 261

Arc de Triomphe (bis 26. kostenlos)

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Champs Elysees

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Natürlich wollten wir auch auf den Eiffelturm. Glücklicherweise ist früh morgens und gerade im Winter nicht so ein Andrang am Eiffelturm und da wir uns auch nicht an die längste Schlange angestellt haben, (es gibt 4 Eingänge, einer ist mit Treppen bis zur ersten Plattform die anderen mit Lift) waren wir nach ca. 15 min anstehen schon am Lift, der uns zu der ersten Plattform fuhr. Leider war das Wetter eher diesig, sodass man nicht besonders weit gucken konnte, doch trotzdem war es schön, Paris von oben zu sehen. Die Sehenswürdigkeiten konnte man auf jeden Fall erkennen und auch sehr schön – Sacre Coeur wie sie sich aus dem Stadtbild auf dem Berg Montmartre erhebt.

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Um zu Sacre Coeur zu kommen fährt man etwas länger mit der Metro – und dann mit einer kleinen Drahtseilbahn (Funiculaire“ de Montmartre) auf den Berg Montmartre. Von dort aus hat man auch einen wunderbaren Blick über Paris. Sacre Coeur von innen ist sehr eindrucksvoll und die Malereien sind wirklich wunderschön, man muss beim Durchgehen darauf achten, dass man ab und zu mal wieder nach vorne schaut um nirgends gegen zu rennen 😉 Hinter Sacre Coeur kommt man dann auf die Straßen Montmartres – auch bekannt als das Künstlerviertel und das ist es durch und durch! Überall sind kleine Läden mit Kunstschätzen von Bildern bis Skulpturen. Künstler stellen ihre Staffeleien an jeder Ecke auf und malen oder stellen Ihre Kunstwerke auf. Von Malereien mit außergewöhnlichen Materialien bis Landschaften und Porträts ist alles zu finden. Und was ich am allerbesten fand – da ich bekennende Streetart-Liebhaberin bin – überall Street-Art Kunst, von Stickern bis Graffiti, Malereien und Kacheln bis hin zu Postern usw.

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Wir haben alle Sehenswürdigkeiten am Vorabend im Dunkeln besucht, damit wir sie auch beleuchtet sehen und am Tage dann besichtigt. Diese Prozedur würde ich jedem weiterempfehlen, da man so noch mal einen anderen Eindruck erhält und abends auch nicht so viele Touristen vor Ort sind.

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Die Buntglasfenster Notre Dames sind wirklich sehr bemerkenswert. Ich habe vorher noch nie so kunstvoll ausgearbeitete und farbintensive Buntglasfenster gesehen. Viele Fenster erzählen eine Geschichte. Das Licht, das durch die bunten Fenster in die Kirche fällt, ist warm und einfach unvergleichlich.

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Die Französische Küche ist ja bekannt für Schnecken und Frösche… die wir aber dann doch nicht probieren wollten 😉 gibt ja schließlich noch viele andere Leckereien wie Crêpes, Macarons, Eclairs, Quiche, Creme Brulee,  frischem Fisch und Käse. Auf der Suche nach einem richtigen französischen Restaurant fanden wir das „Au Chien Qui Fume“ (33, rue du Pont Neuf). Die Einrichtung hat mich eher an die Wohnstube einer Omi erinnert, die Hunde-Plüschtiere und Hunde aus Porzellan sammelt, aber das Essen war sehr lecker! Wir haben einen bunten Mix aus Käseplatte mit verschieden Cremes und Obst und verschiedenen Meeresfrüchten gegessen, dazu natürlich reichlich Wein

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Ganz besonders wichtig ist es, in Paris immer auf seine Wertsachen zu achten – meiner Meinung nach noch mehr als in anderen Großstädten. Generell ist Vorsicht geboten, gerade wenn zwei Mädels allein reisen. Ich wurde auf einer Rolltreppe von einem Mann angesprochen, ob ich Touristin sei (er hat meine Kameratasche gesehen) und fragte auch gleich im selben Atemzug wo ich denn herkomme, meine Freundin zog mich sofort weg – ich erinnere an 96 Hours..

Shoppen waren wir nicht wirklich in Paris. Es kam uns alles so teuer vor. Klar waren wir in der Galerie Lafayette, im Kaufhaus Printemps und einigen Läden, die es hier in Deutschland auch gibt, aber eigentlich habe ich mich nur mit Nagellack eingedeckt.. achja und einen Dior Lippenstift habe ich mir in der Galerie Lafayette gegönnt. Vielleicht hat mich die großartige Weihnachtsdekoration dazu verleitet.. alles ist beleuchtet, besonders die wunderschöne Kuppel mit dem riesigen Weihnachtsbaum.

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Ich würde Paris gerne noch einmal im Sommer besuchen, um den Flair im sommerlich warmen Paris aufzusaugen und ein schönes Picknick auf der Wiese vor dem Eiffelturm zu machen.

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