Gleich nach Palermo war Syrakus/Siracusa die zweite Stadt auf Sizilien die mein Liebster und ich unbedingt sehen wollten.

Marcus Tullius Cicero beschrieb sie als „die größte und schönste aller griechischen Städte“.

Griechisch? Hä? Ist Sizilien nicht italienisch? Ja. Genau. Aber das war es eben nicht immer und nicht nur. Von griechisch über römisch und barock bekommt man hier alles an Mittelmeerkultur zu sehen. 

How to go

Wir parken einen Abend auf dem „Parking della Marina“, direkt auf der Insel. Und am zweiten Abend auf dem vollautomatischen „Molo San Antoni“ kurz vor den Brücken von Ortygia – dies hat den Vorteil, dass wir nicht auf der Insel parken, die mit dem Auto am späten Abend nur für Bewohner zugänglich ist. Von beiden Parkplätzen ist man in wenigen Minuten im Zentrum.

Parking della Marina

Eine der Brücken zur Ortygia, wenn man vom
Parkplatz „Molo San Antoni“ kommt

Ortygia – die Altstadt

Der Kern der Altstadt, und somit der interessanteste Ort für uns, befindet sich auf der 40 Hektar großen Insel Ortygia. Sie ist über Brücken mit dem Rest der Stadt verbunden, klein und somit super zu Fuß zu erkunden. Zwei Abende verbringen wir hier um ausreichend Zeit zum Schlendern zu haben. Was außerdem den Vorteil hat, dass die Stadt in ein atemberauend schönes Licht getaucht ist. Im Vorfeld haben wir uns Sehenswürdigkeiten ausgesucht die wir sehen möchten. Unser kleiner Rundgang führt uns zum Piazza Duomo, hier verweilen wir etwas bevor wir den Abend bei einem überragenden Essen ausklingen zu lassen.

Eine herrliche Einrichtung diese Brunnen überall in der Stadt. Man hat an jeder Ecke etwas zu trinken und ich lasse es mir natürlich nicht nehmen mir etwas Abkühlung zu verschaffen.

Where to go

Der erste dorische Tempel Siziliens

Direkt am Eingang der Altstadt treffen wir, auf der Piazza Pancali, auf den Apollontempel . Er wurde um 570 v. Christus errichtet und ist damit der älteste dorische Tempel Siziliens. Erhalten sind heute noch das Fundament, einige Säulen und Teile der Cellamauer.

Mit dem Ende der griechischen Herrschaft wurde der Tempel von den Römern genutzt und danach laufend umgebaut zu einer byzantinischen Kirche, islamischen Moschee, Normannenkirche und einer spanischen Kaserne – danach verfiel das Gebäude nach und nach.

Brunnen der Diana

Mikwe aus dem 1. Jh. n. Chr.

Das antike jüdische Ritualbad befindet sich unter dem Hotel „Alla Giudecca“  in der Via Giovanni Battista Alagona, 52, 96100 Syracuse. Leider durften wir keine Bilder machen – die verrückte Story wie man die Mikwe gefunden hat & Fotos findet ihr hier.

Piazza Duomo

Strahlend weiß erscheint uns der schöne Domplatz im Herzen der Altstadt von Syrakus. Der hell erleuchtete Platz beherbergt nicht nur den Dom Santa Maria delle Colonne, an dessen Eingangsportal noch die dorischen Säulen des einstigen Athenatempels zu sehen sind, sondern auch zahlreiche andere Gebäude, die für eine beeindruckende Gesamtkomposition sorgen. Musiker und Künstler tummeln sich auf diesem zentralen Platz. Studenten chillen auf den Treppen der Kirchen und genießen die laue Abendluft und das künstlerische, kreative Flair, das hier herrscht. Von hier aus findet ihr in den Seiten- und Querstraßen alles was euer Herz begehrt.

Die Künstlerin spielte mit der Vorstellungskraft der Zuschauer, ein Mix aus Malerei und Pantomime brachten eine große Menschentrauben zum Nachdenken und oft auch zum Lachen.

Where to eat

Wenige Querstraßen vom Piazza Duomo findet ihr die besten Trattoria der Welt. In schmalen Gassen, zwischen kleinen Boutiquen und Souveniershops. Da lohnt es sich also sowieso mal langzulaufen. Die Pasta mit Scampi in der Trattoria Spizzuliamu und die Riccota Ravioli in Pesto und der Trattoria O´Sciná müsst ihr unbedingt probieren, wenn ihr mal hier seid. Ich habe wirklich. noch nie. nirgendwo. so gute Pasta gegessen. Ein Gedicht. Und dann die Cannoli….

 

Die besten Cannoli der Insel gönnen wir uns bei Cannoli Del Re, direkt am Piazza Duomo. Unbeschreiblich gut. Die Schokolodencreme ist zartbitter schmelzend und qualitativ erste Sahne. Die Riccottacreme hat mir aber noch besser gefallen. Am besten ihr probiert beides.

Um den Geschmack sizilianischer Pastagerichte nach Hause zu holen werde ich heute Abend zum zweiten Mal die Pasta alla Norma nachkochen. Sobald das Rezept perfektioniert ist, teile ich es mit euch. Sollte euch das zu lange dauern und ihr Lust auf Garnelen haben, dann könnt ihr das hier jetzt schon nachkochen.

Ihr habt weitere Tipps für Syrakus? Oder Fragen? Dann hinterlasst sie mir doch bitte in den Kommentaren. Ich freue mich drauf. Und die anderen Leser ebenfalls 🙂